Shadows are for Running

Session 4 - Wer wind sät...

4. Spielsitzung

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Session 4 – Wer Wind sät…

Direkt nach dem Volkswagen-Run sind die Geister geschieden. Perp kommt nicht einmal um das Geld abzuholen, sodass die Anderen sich überlegen, ob sie die Kohle überhaupt verdient hätte. Sie entscheiden sich jedoch bei ihrem nächsten Treffen zu sagen, die Bezahlung sei nur bei 20.000 Nuyen angesiedelt. Nach zwei Tagen des Versteckens, trifft sich Perp mit Hayo, um einen möglichst günstigen chirurgischen Eingriff zu organisieren… plastischer Art. Dieser verweist ihn auf einen russischen Doktor in dem recht jungen Chinatown-Viertel von Halle, welcher mit den Worten ‘Ich kann gut Nase machen’ jedoch nicht sonderlich vertrauenswürdig wirkt.
Zur gleichen Zeit besucht Kzini Sharagux ihren Taliskrämer Lonzo und befragt ihn über die in der Wohnung von Vendetta abfotografierten Runen und verkauft nebenbei auch noch all den ‘gefundenen’ Krimskrams. Er leitet sie an Prof. Dr. Dr. mag. Tobias Degenhardt, Professor an der Martin Luther Universität für Magie und Talismankunde, weiter, der ihr sehr charmant zu helfen versucht. Nicht ganz unangetan vom gut gekleideten Herren hinter den goldenen Rändern seiner kleinen Lesebrille kommt sie nur mit wenig Informationen wieder aus der Uni heraus. Sie wird allerdings auf das Schamanenviertel Salzmünde verwiesen.
Dolly kümmert sich ein wenig um ihre Großmutter und um ihre Fertigkeiten im Waffenlosen Kampf, während Lady Raisa Hell endlich lernt, wie man tatsächlich Auto fährt.
Perp, vom angebotenen Arzt nicht sonderlich begeistert, begibt sich auf die Suche nach ihrer Flamme, Leona. Sie entdeckt dort am Hintereingang von Club 188 Beweise für eine nicht zu unterschätzende Explosion und eindeutige Hinweise auf 4 Tode an genau dieser Stelle. Tomas, der Türsteher vom Club Network, der auch schon für Club 52 zuständig war als die Gruppe dort ihren Mr. Johnson getroffen hat, gibt ihm weitere Hinweise. Die 4 Umrisse von Menschen an den Wänden der Gasse scheinen zu den Sicherheitsbeamten des Clubs zu gehören, die dort gestorben sind und auch die Überwachungsaufnahmen zeigt nur, dass eine Frau in den toten Winkel der Kamera geht und dann eine gewaltige Explosion die Gegend erschüttert. Mit dem unguten Gefühl in ihrem Unterschlupf ständig beobachtet zu werden, haut sich Perp wieder einmal Bliss rein und lehnt sich erstmal zurück.

Mit all diesen kleinen Aufgaben aus dem Weg, ist es Zeit für das nächste Treffen der Gruppe. Sie wählten Die verlausten Hauer als Treffpunkt aus. Die Bar ist sicher und einigermaßen sauber. Was will man mehr?
Perp stapft schweren Herzens vollkommen vermummt in die Bar, in der Kzini schon in einer Ecke sitzt und sich über die komische Gestalt lustig macht, sie jedoch nicht erkennt. Perp steckt ihr auf dem Weg zum Damenklo allerdings einen Zettel zu, um das Treffen möglichst unauffällig zu gestalten, was im Nachhinein leider fehlschlägt, da Kzini ihr zwar folgt, aber auch Raisa und Dolly, die auch gerade eintrafen, folgen auffällig aufs Klo. Dort angekommen wird sich kurz begrüßt und es kommt zum Geschäftlichen.
“Perp. wir haben nur 20.000 bekommen, weil es nicht so gut lief…” lügt Kzini wie vorher geplant.

PLING

Perp sieht kurz auf ihr Kommlink.
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Die Nachricht abnickend, steckte sie das Komm wieder weg und nahm dankend ihr Geld an. Die Vier reden noch kurz über mögliche Jobs und ihre Aktivitäten, aber niemand scheint unbedingt jemandem helfen zu wollen.

Zwei Tage später wird Raisa jedoch von Perp angeklingelt und nach einem Treffen gefragt. Gesagt getan. Als sie sich gegenüberstehen kommen sie auch gleich zur Sache. Perp möchte wissen, wer ihr diese Nachricht gesendet hat und Raisa ist die Frau für den Job. Sie erkennt die Signatur fast sofort, hatte sie sich doch genau angeguckt, welche Cyberware und Software in ME-42 eingebaut war. Es scheint als hätte dieser ein Gefallen an der Gruppe oder mindestens Teilen der Gruppe gefunden. Die Deckerin überlegt sich nun, was sie mit dieser Information am Besten anfangen kann. Sicherlich wird sie es jedoch nicht an Perp weiterleiten.. Die bemerkt jedoch, dass etwas nicht stimmt und versucht sich mit Zauberei zu den Infos zu verhelfen, aber auch dabei bleibt Raisa cool und lässt sich nicht beeindrucken. Als ihr Gegenüber dann jedoch ungeduldig wird und sie bedroht, klappt sie wimmernd zusammen und verrät, was es zu verraten gibt. Innerlich schiebt sie den Zusammenbruch auf ihren Widerstand gegen die magischen Angriffe vorher. Ein Geist kann eben doch nur begrenzt viel aushalten.
Als sie sieht, was sie angerichtet hat, versucht Perp zu retten, was zu retten ist und beschwichtigt ihre Teamkameradin so gut es geht. Raisa wird ihr jedoch nicht mehr so leicht vertrauen…

Währenddessen kümmert sich Dolly um ihre Großmutter und kauft einen leckeren Kuchen ein als plötzlich ihr Cyberarm anfängt, ein eigenes Leben zu entwickeln. Der Kuchen fällt mit einem Lauten PLATSCH auf den Boden und ihr Arm bewegt sich unkontrolliert, oder jedenfalls nicht von ihr kontrolliert, durch die Luft. Innerhalb der wenigen Tage, die folgen, hat sie dieses Problem immer wieder und zu immer weiter ausgedehnten Zeiten.
Kzini wirft alles, was sie je gelernt hat, aus dem Fenster und deckt sich mit leckeren Austernzungen ein, die die 5000 Nuyen natürlich sicher Wert sind. Als sie den Laden verlässt und freudig an das bevorstehende Festmahl denkt, kommen plötzlich drei schwarze Geländewagen mit quietschenden Reifen neben und vor ihr zum stehen. In trainierter Manier steigen 14 Mitglieder eines High Threat Response-Teams aus den Fahrzeugen und richten schwere Waffen auf sie. In die Läufe mehrerer Sturmgewehre blickend ergibt sich Kzini dem eher schmächtigen Mann, der sie mit freundlichen Worten zum Mitkommen auffordert. Ihre Hände werden in Kabelbinder gebunden und sie setzt sich in eins der Fahrzeuge.
Beim Lone Star HQ angekommen, setzt man sie auf einen Stuhl vor einem Schreibtisch. Der Name auf dem Messingschild direkt vor ihr lautet ‘Marius Hagen – Inspector’ und scheint zu dem schmächtigen Mann zu gehören, der sich jetzt seufzend auf seinen Stuhl setzt. Er blickt einen Moment in eine Akte und guckt dann der Verhafteten in die Augen.
Marius Hagen stellt einige unschuldige Fragen nach Beruf und Aufenthaltsort der gefesselten Dame, die ihn so gut es geht anlügt. Als er merkt, dass er mit Freundlichkeit nicht weit kommt, fängt er an, die wichtigen Fragen zu stellen.
‘Sie wurden von einigen Nachbarn gesehen als sie ein Polizeisiegel durchbrochen haben.. Was haben Sie dazu zu sagen?’
‘Ich habe nur einige magischen Utensilien entdeckt und dachte mir, die braucht ja keiner mehr..’
‘Jaja, natürlich. Wissen Sie, dass Täter gerne zum Ort des Verbrechens zurückkehren? Warum haben Sie diese Frau getötet?? Weil sie ein Mensch war? Hassen Sie Menschen??’
Daraufhin ist Kzini vollkommen verwirrt und verneint jede der Fragen.
‘Sie wollen also nicht kooperieren? Das haben wir gleich…’
Er steht auf, gibt seinem Kollegen ein Zeichen, und beide verlassen den Raum. Als plötzlich das Komlink auf dem Tisch anfängt zu drucken, ist Kzinis Aufmerksamkeit darauf gerichtet. Sie sieht wie langsam ihr Gesicht und die der Anderen ausgedruckt werden, jedes mit dem Titel * ‘GESUCHT’ *. Sich die Zettel schnell unter den Nagel reißend, wirkt sie einen Unsichbarkeitszauber und verschwindet überraschend einfach durch den Haupteingang.
Mit einigen Blicken die Straße auf und ab vergewissert sie sich, dass ihr niemand folgt und kontaktiert ihre Mitstreiter, um die schlechten Nachrichten zu verbreiten. Gesucht von Europol. Wird das wohl gut gehen? Sich noch über ihre vergessenen Austernzungen ärgernd, macht sie sich auf den Weg zu einem vorher ausgemachten Treffpunkt.
Perp erreicht die Nachricht ihrer Verfolgung nicht überraschend. Sie tritt sofort mit Hayo in Kontakt, um Plan Z in die Wege zu leiten und flieht im Kofferraum eines Taxis in den Norden zum Treffpunkt.
Auch Dolly und Raisa machen sich schleunigst auf den Weg zu einem verlassenen Autobahnrastplatz. Dort angekommen wird noch kurz die Situation geschildert, über Austernzungen getrauert und die Kleidung von Kzini gewechselt. Der Bericht über Dollys unhörigen Arm sorgt für Besorgnis und sowohl dieser als auch die Kleidung jeder Person wird nach Wanzen durchsucht. Raisa findet dabei auch einen kleinen Chip im Cyberarm und kann ihn überraschend einfach zu ME-42 zurückverfolgen, der sie schon erwartet hat.
‘Ich kann euch aus eurer schlechten Position herausholen, aber wenn ich das tue, dann werde ich irgendwann einen großen Gefallen von euch fordern. Aber es ist eure einzige Chance..’
Die Gruppe bespricht diesen Deal mit dem Teufel (oder doch einem Engel?) unter konstanter Hetze von ME-42 mit SMS wie
‘Ich warte…’
‘Ich warte immernoch…’
‘Ich warte nicht mehr lange..’

Davon gedrängt und in einer aussichtslosen Situation wird eingeschlagen.
Keine Sekunde danach bekommt Raisa eine geringe Mengen an Dateien mit Druckpunkten verschiedener einflussreichen Persönlichkeiten.

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rikhend rikhend

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