Shadows are for Running

Session 2 - Ein mysteriöser Mr. Johnson

2. Spielsitzung

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Source: Di-Phoenix on deviantArt

Spielsitzung 2 – Ein mysteriöser Mr. Johnson (Teil 2)

Am nächsten Tag, nach der Beschaffung aller Informationen, treffen sich Lady Raisa, Perp und Dolly im Club 52, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Zwar lässt sich Perp ein wenig Zeit, jedoch erscheint Vendetta auch nach zwei Stunden noch nicht. Sie wird kurzerhand für diesen Job abgeschrieben und es muss Verstärkung herangeschafft werden. Ohne lange zu Zögern hackt sich die Deckerin Raisa in die Datenbank des örtlichen Lone Star Hauptquartiers ein, jedoch nur mit wenig Erfolg. Alles, was ihr zur Verfügung steht, sind kleinere Kriminelle, die wegen geringfügigen Delikten festgenommen werden. Ein Eintrag zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich, da hier jemand wegen “Erregung öffentlichen Ärgernisses (mit Magie)” verhaftet wurde.
Ein kurzer Anruf bei ihrem Kontakt Hayo bestätigt, dass Kzini Sharagux ein magiebegabter Shadowrunner ist. Sehr zur Freude von Perp, die sich geradezu die Hände bei dem Gedanken reibt, einen offen zaubernden Magier mitnehmen zu können.

Die Gruppe kommt bei der Orkkneipe " Die verlausten Hauer " an, die Kzini laut Hayo frequentiert, und entdecken dort eine Einrichtung, die viele kaum eine Kneipe als eher ein Loch nennen würden. Die wenigen Plätze sind knapp zur Hälfte mit stillen, trinkenden Orks gefüllt. Ein einsamer Troll sitzt in der hintersten Ecke, kaum von Licht beschienen. An der Bar sitzt eine für einen Ork schlanke Frau mit einem Getränk vor sich, gepierceten Hörnern und Tattoos auf vielen der freien Hautflächen. Der Barmann wischt gelangweilt mit einem Lappen in einem Glas herum, der vermutlich schon vor entstehen der Bar hier herum lag und hört mit halbem Ohr der Lebensgeschichte der Orkfrau zu. Perp setzt sich neben Kzini an die Bar und bestellt einen " Menschenfleisch " (bestehend aus Vodka, Rum, Chili und einem Schuss Blut unbekannter Herkunft) und kippt diesen sofort herunter. So schnell wie die Flüssigkeit auch im Mund war, kommt sie auch wieder heraus und ergießt sich über das Gesicht und den Oberkörper des Barorks, der beim Anblick des Zwergs schmunzelt. Kzini gibt einen schnippigen Kommentar ab, aber kommt schnell mit der nicht in dieses Etablissement passenden Truppe ins Gespräch. Die anfänglichen Zweifel sind bei der Erwähnung der Bezahlung recht schnell ausgeräumt und man einigt sich darauf, den Job zusammen durchzuziehen.

Zurück im Club 52 zieht man sich in einen stilleren Raum zurück, damit die Trek Wars-Musik der Techno Vikings nicht stört und beginnt mit der Erläuterung des Planes für den Neuankömmling. Als alle Fragen geklärt sind, wird ein Treffpunkt nicht weit vom ausgemachten Hinterhalt für den Lieferwagen festgelegt und jeder der Runner kümmert sich noch um seine eigenen Vorbereitungen.
Dolly ruft ihren Kontakt Werner an, um nach Vendetta zu fragen, aber kommt an dieser Front nicht weiter, da es keine Aufzeichnungen über eine Vendetta gibt.
Derweil kümmert sich Raisa um Spritzen und Betäubungsmittel.

Der Hinterhalt wird an einer Ampelkreuzung in Neustadt, nur einige Fahrtminuten vom Labor entfernt, aufgebaut. Das Ziel ist der Lieferwagen mit einer Kabellieferung der EVO Corporation an das Ziellabor. Dieser wird schnell ausgemacht und Raisa lässt die Ampel auf Rot schalten. Als der Zielwagen hält, sieht ein Teil der Gruppe, dass ein Geländewagen auf der anderen Straßenseite anhält und scheinbar auf den Lieferwagen wartet. Dolly bewegt sich torkelnd und angeblich besoffen auf den Fahrer des Geländewagens zu und ruft “DER HFC IST SCHEIßE”, um das Bild perfekt zu machen. An den Griffen der Wachmänner nach ihren Waffen sieht sie allerdings, dass ihr Talent fürs Theater eher fragwürdig ist und greift selbst, als sie einen dritten Mann aus dem hinteren Teil des Wagens steigen sieht, zu ihren tatsächlichen Talenten. Mit zwei gezielten Schüssen erledigt sie die vorne sitzenden Wachen, während sich Perp und Kzini mit Müh und Not um die Wachen des Lieferwagens kümmern. Der letzte Wachmann wird von Raisa bedrängt, die gekonnt seinen Schüssen ausweicht, bis sie es schafft, ihn mit einem Wurfmesser (und einer kleinen Hilfe von Kzini) letztendlich zu erledigen.
Den bewusstlosen Fahrer und Beifahrer des Lieferwagens schnell auf die Ladefläche geworfen und alles andere eingeladen, macht sich das Team auf den Weg zu ihrem Ziel.

Gerade auf die Schnellstraße aufgefahren, erklingen Sirenen hinter dem Wagen. Ein kurzer Schreck fährt durch das Team, bis sie erkennen, dass Lone Star und eine Art private Sicherheitsfirma einen weiteren Van und zwei Motorräder und nicht sie selbst verfolgen.
Der Sicherheitsmann am Tor zum Labor überprüft kurz die Ladepapiere und den Wachausweis und lässt das Team passieren. Die vier schnappen sich kurzerhand einen Rollwagen und laden dort Kabelkisten auf (und nutzen diese als Versteck für ein Katana und eine Enfield), um wenigstens so zu wirken als würden sie dort hin passen. Der Weg zum Sicherheitsbüro ist für Raisa und Perp schnell gemacht und auch der Wachmann ist so gut wie sofort ausgeschaltet und verstaut. Leider schafft Raisa es nicht, die Geschütztürme zu übernehmen, aber immerhin hat sie Kontrolle über die Kameras und kann die Türme in einigen Bereichen des Labors einzeln ausschalten.

Dolly und Kzini begegnen derweil zwei Wachleuten im Keller des Gebäudes, die sie nicht so leise wie gehofft ausschalten können, wodurch sie allerdings genug Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um jemanden einen stillen Alarm auslösen zu lassen, den Raisa auf das Dach umlenken kann. Sie stürmen zum Labor, öffnen die Tür und sehen dort neben vielen Operationstischen und blutigen Instrumenten einen Glaskasten mit einem Hund darin. Dieser Hund hat mehrere kahlrasierte Stellen im Fell, wo entweder Chips oder Kabelanschlüsse eingebaut sind. Er sieht die Neuankömmlinge mit wachen Augen an. Dolly greift in den Kasten und hebt die Spritze, nachdem der Hund sich in ihren Arm verbissen hat und eine gewaltige Bisskraft demonstrierte. Den Hund auf den Rollwagen gepackt treten die beiden Metas den Rückweg an.

Währenddessen müssen sich Raisa und Perp eines weiteren Wachmannes erwehren, wobei Perps Waffe den Geist aufgibt.

Beide Gruppen treffen sich am Lieferwagen und rasen mit Höchstgeschwindigkeit aus dem Tor heraus. Sie kommen in einem verlassenen Gebäude unter, welches oft von Squattern genutzt wird und warten geduldig auf das Treffen mit ihrem Mr. Johnson. Raisa wird kritisch beäugt während sie den Hund untersucht, stellt aber auch selbst fest, dass sie die Cyberware nicht ausbauen kann.

Das Treffen mit Mr. Johnson steht nahe und wieder sitzt der große, kaum noch lebende, Troll Timo hinter dem Schreibtisch auf welchem ein Monitor steht. Der im Schatten sitzende Johnson fordert einen Blick auf den Hund und die Übergabe an den Troll. Das Team weigert sich nochmals in den Glaskasten zu fassen, sodass Timo diesen öffnet. Der Hund springt auf und verschwindet in einer Falltür hinter dem Schreibtisch, während Timo grunzend und seine Arme hängend lassen über den Gang verschwindet.
Der erschrockende Ausruf des Mr. Johnson wird je unterbrochen als der Bildschirm schwarz wird und in weißer Schrift erscheint:

“Vielen Dank für meine Befreiung.
Eure Bezahlung wird euch überwiesen.”

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rikhend rikhend

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