Shadows are for Running

Session 4 - Wer wind sät...
4. Spielsitzung

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Session 4 – Wer Wind sät…

Direkt nach dem Volkswagen-Run sind die Geister geschieden. Perp kommt nicht einmal um das Geld abzuholen, sodass die Anderen sich überlegen, ob sie die Kohle überhaupt verdient hätte. Sie entscheiden sich jedoch bei ihrem nächsten Treffen zu sagen, die Bezahlung sei nur bei 20.000 Nuyen angesiedelt. Nach zwei Tagen des Versteckens, trifft sich Perp mit Hayo, um einen möglichst günstigen chirurgischen Eingriff zu organisieren… plastischer Art. Dieser verweist ihn auf einen russischen Doktor in dem recht jungen Chinatown-Viertel von Halle, welcher mit den Worten ‘Ich kann gut Nase machen’ jedoch nicht sonderlich vertrauenswürdig wirkt.
Zur gleichen Zeit besucht Kzini Sharagux ihren Taliskrämer Lonzo und befragt ihn über die in der Wohnung von Vendetta abfotografierten Runen und verkauft nebenbei auch noch all den ‘gefundenen’ Krimskrams. Er leitet sie an Prof. Dr. Dr. mag. Tobias Degenhardt, Professor an der Martin Luther Universität für Magie und Talismankunde, weiter, der ihr sehr charmant zu helfen versucht. Nicht ganz unangetan vom gut gekleideten Herren hinter den goldenen Rändern seiner kleinen Lesebrille kommt sie nur mit wenig Informationen wieder aus der Uni heraus. Sie wird allerdings auf das Schamanenviertel Salzmünde verwiesen.
Dolly kümmert sich ein wenig um ihre Großmutter und um ihre Fertigkeiten im Waffenlosen Kampf, während Lady Raisa Hell endlich lernt, wie man tatsächlich Auto fährt.
Perp, vom angebotenen Arzt nicht sonderlich begeistert, begibt sich auf die Suche nach ihrer Flamme, Leona. Sie entdeckt dort am Hintereingang von Club 188 Beweise für eine nicht zu unterschätzende Explosion und eindeutige Hinweise auf 4 Tode an genau dieser Stelle. Tomas, der Türsteher vom Club Network, der auch schon für Club 52 zuständig war als die Gruppe dort ihren Mr. Johnson getroffen hat, gibt ihm weitere Hinweise. Die 4 Umrisse von Menschen an den Wänden der Gasse scheinen zu den Sicherheitsbeamten des Clubs zu gehören, die dort gestorben sind und auch die Überwachungsaufnahmen zeigt nur, dass eine Frau in den toten Winkel der Kamera geht und dann eine gewaltige Explosion die Gegend erschüttert. Mit dem unguten Gefühl in ihrem Unterschlupf ständig beobachtet zu werden, haut sich Perp wieder einmal Bliss rein und lehnt sich erstmal zurück.

Mit all diesen kleinen Aufgaben aus dem Weg, ist es Zeit für das nächste Treffen der Gruppe. Sie wählten Die verlausten Hauer als Treffpunkt aus. Die Bar ist sicher und einigermaßen sauber. Was will man mehr?
Perp stapft schweren Herzens vollkommen vermummt in die Bar, in der Kzini schon in einer Ecke sitzt und sich über die komische Gestalt lustig macht, sie jedoch nicht erkennt. Perp steckt ihr auf dem Weg zum Damenklo allerdings einen Zettel zu, um das Treffen möglichst unauffällig zu gestalten, was im Nachhinein leider fehlschlägt, da Kzini ihr zwar folgt, aber auch Raisa und Dolly, die auch gerade eintrafen, folgen auffällig aufs Klo. Dort angekommen wird sich kurz begrüßt und es kommt zum Geschäftlichen.
“Perp. wir haben nur 20.000 bekommen, weil es nicht so gut lief…” lügt Kzini wie vorher geplant.

PLING

Perp sieht kurz auf ihr Kommlink.
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Die Nachricht abnickend, steckte sie das Komm wieder weg und nahm dankend ihr Geld an. Die Vier reden noch kurz über mögliche Jobs und ihre Aktivitäten, aber niemand scheint unbedingt jemandem helfen zu wollen.

Zwei Tage später wird Raisa jedoch von Perp angeklingelt und nach einem Treffen gefragt. Gesagt getan. Als sie sich gegenüberstehen kommen sie auch gleich zur Sache. Perp möchte wissen, wer ihr diese Nachricht gesendet hat und Raisa ist die Frau für den Job. Sie erkennt die Signatur fast sofort, hatte sie sich doch genau angeguckt, welche Cyberware und Software in ME-42 eingebaut war. Es scheint als hätte dieser ein Gefallen an der Gruppe oder mindestens Teilen der Gruppe gefunden. Die Deckerin überlegt sich nun, was sie mit dieser Information am Besten anfangen kann. Sicherlich wird sie es jedoch nicht an Perp weiterleiten.. Die bemerkt jedoch, dass etwas nicht stimmt und versucht sich mit Zauberei zu den Infos zu verhelfen, aber auch dabei bleibt Raisa cool und lässt sich nicht beeindrucken. Als ihr Gegenüber dann jedoch ungeduldig wird und sie bedroht, klappt sie wimmernd zusammen und verrät, was es zu verraten gibt. Innerlich schiebt sie den Zusammenbruch auf ihren Widerstand gegen die magischen Angriffe vorher. Ein Geist kann eben doch nur begrenzt viel aushalten.
Als sie sieht, was sie angerichtet hat, versucht Perp zu retten, was zu retten ist und beschwichtigt ihre Teamkameradin so gut es geht. Raisa wird ihr jedoch nicht mehr so leicht vertrauen…

Währenddessen kümmert sich Dolly um ihre Großmutter und kauft einen leckeren Kuchen ein als plötzlich ihr Cyberarm anfängt, ein eigenes Leben zu entwickeln. Der Kuchen fällt mit einem Lauten PLATSCH auf den Boden und ihr Arm bewegt sich unkontrolliert, oder jedenfalls nicht von ihr kontrolliert, durch die Luft. Innerhalb der wenigen Tage, die folgen, hat sie dieses Problem immer wieder und zu immer weiter ausgedehnten Zeiten.
Kzini wirft alles, was sie je gelernt hat, aus dem Fenster und deckt sich mit leckeren Austernzungen ein, die die 5000 Nuyen natürlich sicher Wert sind. Als sie den Laden verlässt und freudig an das bevorstehende Festmahl denkt, kommen plötzlich drei schwarze Geländewagen mit quietschenden Reifen neben und vor ihr zum stehen. In trainierter Manier steigen 14 Mitglieder eines High Threat Response-Teams aus den Fahrzeugen und richten schwere Waffen auf sie. In die Läufe mehrerer Sturmgewehre blickend ergibt sich Kzini dem eher schmächtigen Mann, der sie mit freundlichen Worten zum Mitkommen auffordert. Ihre Hände werden in Kabelbinder gebunden und sie setzt sich in eins der Fahrzeuge.
Beim Lone Star HQ angekommen, setzt man sie auf einen Stuhl vor einem Schreibtisch. Der Name auf dem Messingschild direkt vor ihr lautet ‘Marius Hagen – Inspector’ und scheint zu dem schmächtigen Mann zu gehören, der sich jetzt seufzend auf seinen Stuhl setzt. Er blickt einen Moment in eine Akte und guckt dann der Verhafteten in die Augen.
Marius Hagen stellt einige unschuldige Fragen nach Beruf und Aufenthaltsort der gefesselten Dame, die ihn so gut es geht anlügt. Als er merkt, dass er mit Freundlichkeit nicht weit kommt, fängt er an, die wichtigen Fragen zu stellen.
‘Sie wurden von einigen Nachbarn gesehen als sie ein Polizeisiegel durchbrochen haben.. Was haben Sie dazu zu sagen?’
‘Ich habe nur einige magischen Utensilien entdeckt und dachte mir, die braucht ja keiner mehr..’
‘Jaja, natürlich. Wissen Sie, dass Täter gerne zum Ort des Verbrechens zurückkehren? Warum haben Sie diese Frau getötet?? Weil sie ein Mensch war? Hassen Sie Menschen??’
Daraufhin ist Kzini vollkommen verwirrt und verneint jede der Fragen.
‘Sie wollen also nicht kooperieren? Das haben wir gleich…’
Er steht auf, gibt seinem Kollegen ein Zeichen, und beide verlassen den Raum. Als plötzlich das Komlink auf dem Tisch anfängt zu drucken, ist Kzinis Aufmerksamkeit darauf gerichtet. Sie sieht wie langsam ihr Gesicht und die der Anderen ausgedruckt werden, jedes mit dem Titel * ‘GESUCHT’ *. Sich die Zettel schnell unter den Nagel reißend, wirkt sie einen Unsichbarkeitszauber und verschwindet überraschend einfach durch den Haupteingang.
Mit einigen Blicken die Straße auf und ab vergewissert sie sich, dass ihr niemand folgt und kontaktiert ihre Mitstreiter, um die schlechten Nachrichten zu verbreiten. Gesucht von Europol. Wird das wohl gut gehen? Sich noch über ihre vergessenen Austernzungen ärgernd, macht sie sich auf den Weg zu einem vorher ausgemachten Treffpunkt.
Perp erreicht die Nachricht ihrer Verfolgung nicht überraschend. Sie tritt sofort mit Hayo in Kontakt, um Plan Z in die Wege zu leiten und flieht im Kofferraum eines Taxis in den Norden zum Treffpunkt.
Auch Dolly und Raisa machen sich schleunigst auf den Weg zu einem verlassenen Autobahnrastplatz. Dort angekommen wird noch kurz die Situation geschildert, über Austernzungen getrauert und die Kleidung von Kzini gewechselt. Der Bericht über Dollys unhörigen Arm sorgt für Besorgnis und sowohl dieser als auch die Kleidung jeder Person wird nach Wanzen durchsucht. Raisa findet dabei auch einen kleinen Chip im Cyberarm und kann ihn überraschend einfach zu ME-42 zurückverfolgen, der sie schon erwartet hat.
‘Ich kann euch aus eurer schlechten Position herausholen, aber wenn ich das tue, dann werde ich irgendwann einen großen Gefallen von euch fordern. Aber es ist eure einzige Chance..’
Die Gruppe bespricht diesen Deal mit dem Teufel (oder doch einem Engel?) unter konstanter Hetze von ME-42 mit SMS wie
‘Ich warte…’
‘Ich warte immernoch…’
‘Ich warte nicht mehr lange..’

Davon gedrängt und in einer aussichtslosen Situation wird eingeschlagen.
Keine Sekunde danach bekommt Raisa eine geringe Mengen an Dateien mit Druckpunkten verschiedener einflussreichen Persönlichkeiten.

Für diese Sitzung gab es 40 Karma.

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Session 3 - Das Leben in den Schatten
3. Spielsitzung

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Source: Thisisnotatrueending.com

Spielsitzung 3 – Das Leben in den Schatten

Es ist nun eine Woche her, dass ME-42 sie reingelegt und mit zu wenig Bezahlung im Club 52 hat stehen lassen.
Diese Zeit hat Perp genutzt, ihren normalen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Drogen, Alkohol und Sex. Nach dem sie eine Long Haul injiziert hat, mischt sie damit noch einige Zen, sodass es kein Wunder ist, dass sie sich nicht an den Herren im Anzug, der so gar nicht in ihren Club passte und ihr einen Zettel in die Tasche schob, erinnern konnte. Ihr blieb jedoch im Kopf, dass ihre Freundin Leona in einem Knall verschwand, als sie mittels Ablenkung Einlass für Perp in den Club 188 organisieren wollte. Umso mehr genoss Perp den Auftritt der Necrotic Kittens, die ihr eine ziemlich gute Idee für eine neue Waffe gaben.
Raisa verbrachte ihre Zeit nicht weniger teuer, aber um einiges unschuldiger. Sie lernte viel über Fahrzeuge und deren Bedienung und ging ein wenig im örtlichen Waffe 2000 einkaufen. Sie fand eine Enterhakenpistole in Satoobi’R’Us, die ihr sehr zusagte. Außerdem stürzte sie sich in neues Gebiet, die Matrix, und versuchte zu verstehen, wie dort die Welt funktioniert. Hier wurde ihr im Host von Facebook eine Jobmöglichkeit eröffnet.
Dolly musste sich um ihren Cyberarm kümmern, der einen ordentlichen Hieb durch ME-42 abbekommen hatte. Der Mechaniker ihres Vertrauens sorgte zwar dafür, dass er wieder funktioniert, jedoch klemmte etwas innen fest, das sich nicht ganz identifizieren und schon gar nicht entfernen ließ. Sie telefonierte auch eine Weile mit ihrem guten Freund und Fixer Ivan, der ihr einen recht gut bezahlten Job anbot.
Kzini machte sich auf den Weg ihr an Vendetta verlorenes Geld zu besorgen. Allerdings fand sie bei ihrem Apartment eine verschlossene und von Lone Star versiegelte Tür. Nach kurzer Überlegung, brach sie das Siegel um sich schnell im Raum umzusehen. Dort eröffnete sich ihr ein schauriger Anblick: Ein Podest mitten im Raum, mit getrocknetem Blut daran und mysteriösen Runen darum herum.
Die draußen ertönenden Sirenen ließen sie schnell alle magisch aussehenden Bücher einpacken und ruhigen Schrittes aus dem Apartmentkomplex verschwinden.

Da jedes Jobangebot ein Team benötigte, wurde per Kommlink eine kleine Konferenz einberufen, um zu besprechen, welchen der Jobs man annehmen sollte. Dabei fand Raisa in der Matrix aufgrund der Komm-Informationen, die die Johnsons hinterlassen hatten, heraus, dass jeder Job von einer Mega angeboten wurde. Namentlich die EVO Corporation, Ares Macrotechnology und Mitsuhama Computer Technologies. Das Team entschied sich für den Job von Ares und traf sich mit dem Mr. Johnson in einer kleinen, dreckigen, selten besuchten und noch seltener gefüllten Bar in einer Nebenstraße in der Innenstadt. Auf dem Weg dort hin, sahen sie in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Nachrichtenübertragung.

Eine Orkfrau mit festem Blick und strenger Frisur schaut in die Kamera. Vor ihr liegen mehrere Papiere, die die neuesten Nachrichten enthalten.
‘… mit fortlaufenden Verhandlungen ist noch nicht klar, ob VW verkaufen wird oder.. Einen Moment, ich höre gerade, dass die Verhandlungen abgeschlossen sind. Wir schalten zu unserem Live-Korrespodenten Volker Adendorf. Volker, was gibt es zu berichten?’
Es übernimmt ein junger Mensch, der vor dem VW-Gebäude steht und auf einen älteren Mann mit Gehstock zugeht.
‘Herr Bein, Herr Bein, was können sie HALtv zu den Verhandlungen zum Verkauf der Firma sagen??’
‘Wir halten zur Zeit die meisten Automobilverkäufe im ganzen Land. So etwas sollte nicht leichtfertig in die Hände irgendeines Megakonzerns gehen. Es darf keine Monopolbildung in diesem Bereich geben. Wir sind unseren treuen Kunden etwas schuldig! Es wird keinen Verkauf geben!’

Das Treffen beim Mr. Johnson läuft ausgesprochen gut, es wird eine gute Bezahlung von 35.000 Nuyen ausgemacht und die Details werden auf den Tisch gelegt.
Es soll bei Volkswagen eingebrochen werden, um sensitive Informationen zu stehlen, die Ares helfen sollten. Dem Team wurde ein Plan von den wichtigen Stockwerken und sämtliche Informationen über die Security mitgeteilt, die möglich waren. Dabei handelte es sich hauptsächlich um physischen Schutz in Form von bewaffneten Wachen mit Biomonitoren, Kameras mit Bewegungsmelder und Mikrofonen, sowie Maglocks und Drohnen. Auch Mana Barrieren wären wohl an einigen Stellen zu finden.
Schnell stand ein etwas anderer Plan als sich der Mr. Johnson ausgemalt hatte auf den Beinen, denn das fähige Runnerteam entschied sich für eine Ablenkung und Täuschung der Sicherheitskräfte, um so wenig Feuer wie möglich auf sich zu ziehen. Perp zog sich einen ordentlichen Hosenanzug an und kam mit gefälschter Visitenkarte auf die Empfangsdame des Gebäudes zu und stellte sich als Vanessa Weiß von EEG Europe vor. Sie überreichte die mit DMSO und Bliss getränkt, sodass innerhalb weniger Minuten und einem gefälschten Gespräch mit ihrem “Boss” ( Kzini ) die Empfangsdame vollkommen aufgedreht und übermäßig freundlich gestimmt war. Sie half also der Vertreterin von EEGE mit Freuden und stimmte ihr zu, dass man auch mal eine hausfremde Firma zur Wartung des Fahrstuhls engagieren könnte. Also rief Patricia “Patty” Herno den Rhinozeros Objektservice an, um sich darum zu kümmern, damit Frau Weiß dafür sorgen kann, das Treffen zwischen ihrem Boss und Walter Bein einzurichten. Dafür spricht sie mit Jil Rado, von Kzini verkörpert.
Als die Truppe in ihrem gemieteten Lieferwagen ankommt werden sie von Patty freudig empfangen, doch zwei Wachmänner durchsuchen die Wartungscrew. Mit einigen Tricks mit Worten und Magie schaffen sie es jedoch, einen der Wachmänner mit der Empfangsdame zum gemeinsamen Spaß zu verschwinden, während Raisa den Biomonitor des anderen hackt, um eine 30 minütige Schleife seiner Bioinformationen zu fälschen. So wird kurzerhand der Wachmann per Drogen außer Gefecht gesetzt.
Ab hier teilt sich das Team auf. Perp und Raisa begeben sich in den 18. Stock, um einen erweiterten Zugriff auf das abgeschlossene System des Gebäudes zu erlangen, Dolly und Kzini fahren in den 30. Stock, um das Büro von Walter Bein aufzusuchen.
Mit wenigen Problemen (außer dem zweiten Anlauf bei der Öffnung der Tür zum Serverraum) kommt das erste Team bei den Servern an und wird auch sofort benötigt, da Team 2 die Kameras mit Bewegungsmelder vergessen hatte, die glücklicherweise sofort ausgeschaltet werden konnten. Denn diese Kameras sehen schnell durch einen Unsichtbarkeitszauber hindurch.
Im Büro angekommen finden die beiden Runner Bein an seinem Schreibtisch sitzen, überwältigen ihn jedoch schnell und kommen so an die Art von Informationen, die sie gesucht haben. Sie packen einige Umschläge und Akten einfach ein und versuchen dann schnellstmöglich mit Bein vor sich zu verschwinden. Das menschliche Schild gibt Raisa genügend Zeit, um die Biomonitore der Wachen, die auf die Runner zielen, zum Überladen zu bringen, sodass die Flucht angetreten werden kann.
Perp hält derweil mit geübten Lügenkonstrukten die Wachen von Raisa fern und erklärt auch noch die losgehenden Alarme. Allerdings musste sie dann dennoch das Gebäude verlassen, dicht gefolgt von den fliehenden Kollegen.
An einem sicheren Ort angekommen, kopiert Raisa die gefunden Papiere. Darunter befinden sich Bildaufnahmen des CEO Walter Bein mit mehreren nackten Frauen, mit einer Badwanne voller Geld und mit einem teuren Fahrzeug, genau wie ein Trideo, welches interessante Details offenbart:

hicks ‘hehe… wir kaufen unsere Materialien so billig ein, dass wir mit jedem Verkauf über 600% Gewinn hicks machen, haha! ’Tüllisch sind die Autos dabei sicher… hicks auch wenn die Airbags zu 34% nicht funktionieren, haha. Und die Idioten kaufen und kaufen, hahah!’

Des Weiteren finden sich Inhaberurkunden verschiedener Firmenbesitztümer und Patente für neue Fahrzeugprototypen in den Umschlägen und Akten. Letztere konnten nur wegen der von Raisa heruntergeladenen Dateien zu den einzelnen Prototypen zugeordnet werden. Nun wird noch schnell der Lieferwagen angezündet und in der Saale entsorgt und das Geld vom unglücklichen Mr. Johnson abgeholt. Allerdings kommt Perp nicht mit, um der sicherlich folgenden Untersuchung zu entfliehen. Die Gruppe macht aus, sich in einer Woche nochmals zu treffen, wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist.

Für diesen Run gibt es 30 Karma als Belohnung!

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Session 2 - Ein mysteriöser Mr. Johnson
2. Spielsitzung

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Source: Di-Phoenix on deviantArt

Spielsitzung 2 – Ein mysteriöser Mr. Johnson (Teil 2)

Am nächsten Tag, nach der Beschaffung aller Informationen, treffen sich Lady Raisa, Perp und Dolly im Club 52, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Zwar lässt sich Perp ein wenig Zeit, jedoch erscheint Vendetta auch nach zwei Stunden noch nicht. Sie wird kurzerhand für diesen Job abgeschrieben und es muss Verstärkung herangeschafft werden. Ohne lange zu Zögern hackt sich die Deckerin Raisa in die Datenbank des örtlichen Lone Star Hauptquartiers ein, jedoch nur mit wenig Erfolg. Alles, was ihr zur Verfügung steht, sind kleinere Kriminelle, die wegen geringfügigen Delikten festgenommen werden. Ein Eintrag zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich, da hier jemand wegen “Erregung öffentlichen Ärgernisses (mit Magie)” verhaftet wurde.
Ein kurzer Anruf bei ihrem Kontakt Hayo bestätigt, dass Kzini Sharagux ein magiebegabter Shadowrunner ist. Sehr zur Freude von Perp, die sich geradezu die Hände bei dem Gedanken reibt, einen offen zaubernden Magier mitnehmen zu können.

Die Gruppe kommt bei der Orkkneipe " Die verlausten Hauer " an, die Kzini laut Hayo frequentiert, und entdecken dort eine Einrichtung, die viele kaum eine Kneipe als eher ein Loch nennen würden. Die wenigen Plätze sind knapp zur Hälfte mit stillen, trinkenden Orks gefüllt. Ein einsamer Troll sitzt in der hintersten Ecke, kaum von Licht beschienen. An der Bar sitzt eine für einen Ork schlanke Frau mit einem Getränk vor sich, gepierceten Hörnern und Tattoos auf vielen der freien Hautflächen. Der Barmann wischt gelangweilt mit einem Lappen in einem Glas herum, der vermutlich schon vor entstehen der Bar hier herum lag und hört mit halbem Ohr der Lebensgeschichte der Orkfrau zu. Perp setzt sich neben Kzini an die Bar und bestellt einen " Menschenfleisch " (bestehend aus Vodka, Rum, Chili und einem Schuss Blut unbekannter Herkunft) und kippt diesen sofort herunter. So schnell wie die Flüssigkeit auch im Mund war, kommt sie auch wieder heraus und ergießt sich über das Gesicht und den Oberkörper des Barorks, der beim Anblick des Zwergs schmunzelt. Kzini gibt einen schnippigen Kommentar ab, aber kommt schnell mit der nicht in dieses Etablissement passenden Truppe ins Gespräch. Die anfänglichen Zweifel sind bei der Erwähnung der Bezahlung recht schnell ausgeräumt und man einigt sich darauf, den Job zusammen durchzuziehen.

Zurück im Club 52 zieht man sich in einen stilleren Raum zurück, damit die Trek Wars-Musik der Techno Vikings nicht stört und beginnt mit der Erläuterung des Planes für den Neuankömmling. Als alle Fragen geklärt sind, wird ein Treffpunkt nicht weit vom ausgemachten Hinterhalt für den Lieferwagen festgelegt und jeder der Runner kümmert sich noch um seine eigenen Vorbereitungen.
Dolly ruft ihren Kontakt Werner an, um nach Vendetta zu fragen, aber kommt an dieser Front nicht weiter, da es keine Aufzeichnungen über eine Vendetta gibt.
Derweil kümmert sich Raisa um Spritzen und Betäubungsmittel.

Der Hinterhalt wird an einer Ampelkreuzung in Neustadt, nur einige Fahrtminuten vom Labor entfernt, aufgebaut. Das Ziel ist der Lieferwagen mit einer Kabellieferung der EVO Corporation an das Ziellabor. Dieser wird schnell ausgemacht und Raisa lässt die Ampel auf Rot schalten. Als der Zielwagen hält, sieht ein Teil der Gruppe, dass ein Geländewagen auf der anderen Straßenseite anhält und scheinbar auf den Lieferwagen wartet. Dolly bewegt sich torkelnd und angeblich besoffen auf den Fahrer des Geländewagens zu und ruft “DER HFC IST SCHEIßE”, um das Bild perfekt zu machen. An den Griffen der Wachmänner nach ihren Waffen sieht sie allerdings, dass ihr Talent fürs Theater eher fragwürdig ist und greift selbst, als sie einen dritten Mann aus dem hinteren Teil des Wagens steigen sieht, zu ihren tatsächlichen Talenten. Mit zwei gezielten Schüssen erledigt sie die vorne sitzenden Wachen, während sich Perp und Kzini mit Müh und Not um die Wachen des Lieferwagens kümmern. Der letzte Wachmann wird von Raisa bedrängt, die gekonnt seinen Schüssen ausweicht, bis sie es schafft, ihn mit einem Wurfmesser (und einer kleinen Hilfe von Kzini) letztendlich zu erledigen.
Den bewusstlosen Fahrer und Beifahrer des Lieferwagens schnell auf die Ladefläche geworfen und alles andere eingeladen, macht sich das Team auf den Weg zu ihrem Ziel.

Gerade auf die Schnellstraße aufgefahren, erklingen Sirenen hinter dem Wagen. Ein kurzer Schreck fährt durch das Team, bis sie erkennen, dass Lone Star und eine Art private Sicherheitsfirma einen weiteren Van und zwei Motorräder und nicht sie selbst verfolgen.
Der Sicherheitsmann am Tor zum Labor überprüft kurz die Ladepapiere und den Wachausweis und lässt das Team passieren. Die vier schnappen sich kurzerhand einen Rollwagen und laden dort Kabelkisten auf (und nutzen diese als Versteck für ein Katana und eine Enfield), um wenigstens so zu wirken als würden sie dort hin passen. Der Weg zum Sicherheitsbüro ist für Raisa und Perp schnell gemacht und auch der Wachmann ist so gut wie sofort ausgeschaltet und verstaut. Leider schafft Raisa es nicht, die Geschütztürme zu übernehmen, aber immerhin hat sie Kontrolle über die Kameras und kann die Türme in einigen Bereichen des Labors einzeln ausschalten.

Dolly und Kzini begegnen derweil zwei Wachleuten im Keller des Gebäudes, die sie nicht so leise wie gehofft ausschalten können, wodurch sie allerdings genug Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um jemanden einen stillen Alarm auslösen zu lassen, den Raisa auf das Dach umlenken kann. Sie stürmen zum Labor, öffnen die Tür und sehen dort neben vielen Operationstischen und blutigen Instrumenten einen Glaskasten mit einem Hund darin. Dieser Hund hat mehrere kahlrasierte Stellen im Fell, wo entweder Chips oder Kabelanschlüsse eingebaut sind. Er sieht die Neuankömmlinge mit wachen Augen an. Dolly greift in den Kasten und hebt die Spritze, nachdem der Hund sich in ihren Arm verbissen hat und eine gewaltige Bisskraft demonstrierte. Den Hund auf den Rollwagen gepackt treten die beiden Metas den Rückweg an.

Währenddessen müssen sich Raisa und Perp eines weiteren Wachmannes erwehren, wobei Perps Waffe den Geist aufgibt.

Beide Gruppen treffen sich am Lieferwagen und rasen mit Höchstgeschwindigkeit aus dem Tor heraus. Sie kommen in einem verlassenen Gebäude unter, welches oft von Squattern genutzt wird und warten geduldig auf das Treffen mit ihrem Mr. Johnson. Raisa wird kritisch beäugt während sie den Hund untersucht, stellt aber auch selbst fest, dass sie die Cyberware nicht ausbauen kann.

Das Treffen mit Mr. Johnson steht nahe und wieder sitzt der große, kaum noch lebende, Troll Timo hinter dem Schreibtisch auf welchem ein Monitor steht. Der im Schatten sitzende Johnson fordert einen Blick auf den Hund und die Übergabe an den Troll. Das Team weigert sich nochmals in den Glaskasten zu fassen, sodass Timo diesen öffnet. Der Hund springt auf und verschwindet in einer Falltür hinter dem Schreibtisch, während Timo grunzend und seine Arme hängend lassen über den Gang verschwindet.
Der erschrockende Ausruf des Mr. Johnson wird je unterbrochen als der Bildschirm schwarz wird und in weißer Schrift erscheint:

“Vielen Dank für meine Befreiung.
Eure Bezahlung wird euch überwiesen.”

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Session 1 - Ein mysteriöser Mr. Johnson
1. Spielsitzung

Disclaimer: Da die erste Sitzung etwas her ist und ich gerade herausfinde, dass meine Notizen stark unvollständig sind, ist hier eine eher trockene Umrandung der Geschehnisse der letzten Sitzung. Fortan will ich es eher Buch-haft gestalten!

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Spielsitzung 1 – Ein mysteriöser Mr. Johnson

Die Gruppe findet sich, durch verschiedene Quellen auf diesen Job angesetzt, im Club 52 zum ersten Mal zusammen. Nachdem der attraktive Türsteher Thomas (je nachdem wie attraktiv Trolle halt sein können) jeden hereingelassen hat, sind die meisten der nicht allzu erfahrenden Shadowrunnern sehr joborientiert und suchen sofort die Barfrau auf, die sie in die richtige Richtung lenkt. Andere Teile der Gruppe sind allerdings von der unglaublichen Performance der auf der Bühne stehenden Techno Vikings abgelenkt.
Nach und nach trudeln alle im Besprechungsraum ein, wo der ein oder andere Name ausgetauscht wird. Mit im Raum sitzt ein beeindruckend wirkender Troll bis zur Nase mit Cyberware versehen und starrt die Gruppe wortlos an. Mr. Johnson meldet sich per Video und gibt den Auftrag bekannt. Ein Tier soll aus den Händen eines kleines Labors gerettet werden, die dieses angeblich misshandeln. Die Bezahlung scheint sehr gut und auch für die Ausgaben bis zur Vollendung des Jobs ist gesorgt. Allerdings muss der Job in den nächsten drei Tagen erledigt sein.

Informationen werden über verschiedenste Quellen eingeholt, sei es im Kontakt mit einem Tierschutzvereinen, dem kurzen Verhör eines ehemaligen Wachmanns des Zielgebäudes oder dem Befragen der eigenen Kontakte.
Die erhaltenen Informationen:

  • Die Sicherheit ist hauptsächlich physisch (Wachmänner, Geschütztürme etc.), aber auch in der Matrix nicht zu missachten
  • Es gibt regelmäßige Lieferungen der EVO Corporation an das Labor
  • Für die Lieferungen werden alle Tore fast sofort geöffnet und es muss durch wenige Checkpoints gefahren werden
  • Die Routen der Lieferung sind durch den Gruppendecker schnell herausgefunden
  • Der Transport selbst wird schlecht bewacht

Also plant die Gruppe nun einen der LKWs abzufangen und so in das Gebäude zu gelangen, um sich dort aufzuteilen, damit in kurzer Zeit der Sicherheitsraum übernommen werden kann.

Fortsetzung folgt…

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